[Debate] M31: 6, 000 Protest in Frankfurt at European Day of Action against Capitalism

Yoshie Furuhashi critical.montages at gmail.com
Sun Apr 1 23:28:31 BST 2012


6,000 in a city of 665,000 -- "a clear signal"?

<http://bit.ly/H5KdZl>
PRESS RELEASE
M31 / Anti-capitalist demonstration in Frankfurt (March 31st, 2012)
6,000 people at European Day of Action against Capitalism / Organizers
criticize police violence and mass arrests
Frankfurt. In a demonstration associated with the europe-wide
anti-capitalist day of action “M31″, 6000 people demonstrated against
the neo-liberal and authoritarian crisis policies of the EU. Parallel
demonstrations and rallies were held in over thirty European cities,
including Madrid, Athens, Milan, Zagreb, Vienna, Utrecht, Moscow and
Kiev. In speeches and greetings, the dramatic impact of current crisis
policies in different European countries were discussed. Speakers of
the M31 network saw today’s actions as a first step to link
anti-capitalist protest internationally.
During the demonstration, paint bombs and stones were thrown at the
headquarters of the European Central Bank (ECB), the center of the
city police and employment agencies. Under the pretext of determining
“some suspects”, police split off and encirceled one third of the
demonstration at Allerheiligentor, using batons and pepper spray.
Several people were injured, some significantly. Due to this
disproportionate interference, the entire demonstration was blocked
for one and a half hours, and its continuation was made virtually
impossible. Subsequently, the demonstration – which was originally
supposed to draw to the site of the new ECB headquarters – was
dissolved in Frankfurt’s Ostend. More than 200 demonstrators were
rounded up for more than 6 hours on the street. Lawyers were denied
contact with those kettled. A spokesperson of the M31 alliance rated
these police measures “manifestly unlawful”.
After the demonstration was dissolved, hundreds of demonstrators
marched through downtown Frankfurt. Some militant actions were
directed at office and commercial buildings, including the Frankfurt
town hall and the employment agency.
Leo Schneider, spokesman for the M31 Alliance, commented: “In
Frankfurt, we sent a clear signal against current German and European
politics of crisis regulation. This crisis policy aims to restore the
competitiveness of European capital, on the backs of wageworkers.
Because of a few broken windows, the police brutally attacked our
demonstration, injured dozens and arrested two hundred demonstrators.
Given the brutal impact of current austerity measures for the people
of Europe and the world, this is absurd. Those militant protests were
directly aimed at institutions that stand for neoliberal crisis
regulation and intensified exploitation. As the reaction of
demonstrators showed, these attacks on our demonstration will not
break our resistance.”

PM: 6000 Menschen bei europäischem Aktionstag gegen Kapitalismus /
Veranstalter kritisieren Polizeigewalt und Massenfestnahmen
Frankfurt. Auf der bundesweiten Demonstration im Rahmen des
antikapitalistischen Aktionstages “M31″ haben 6000 Menschen gegen die
neoliberale und autoritäre Krisenpolitik der EU demonstriert.
Zeitgleich fanden in über dreißig europäischen Städten Demonstrationen
und Besetzungen statt, u. a. in Madrid, Athen, Mailand, Zagreb, Wien,
Uetrecht, Moskau und Kiew. In Redebeiträgen und Grußbotschaften wurden
die dramatischen Auswirkungen der aktuellen Krisenpolitik in
verschiedenen europäischen Ländern thematisiert. Redner_innen des
M31-Bündnisses bewerteten den heutigen Aktionstag als ersten Schritt,
den antikapitalistischen Protest international zu vernetzen.
Im Verlauf der Demonstration kam es zu Farbbeutel- und Steinwürfen
gegen den Sitz der Europäischen Zentralbank (EZB), die Zentrale der
Stadtpolizei und Leiharbeitsfirmen. Mit der Begründung, „einzelne
Verdächtige“ zu ermitteln, spaltete die Polizei auf Höhe
Allerheiligentor das gesamte hintere Drittel der Demonstration unter
Schlagstock- und Pfeffersprayeinsatz ab und kesselte es ein. Dabei
wurden mehrere Menschen zum Teil erheblich verletzt. Durch diesen
unverhältnismäßigen Eingriff wurde die gesamte Demonstration über
eineinhalb Stunden festgesetzt und ihre Fortsetzung damit faktisch
unmöglich gemacht. Daraufhin wurde die Demonstration, die eigentlich
zum Bauplatz der neuen EZB ziehen sollte, im Frankfurter Ostend
aufgelöst. Mehr als 200 Demonstranten waren über 6 Stunden auf offener
Straße eingekesselt. Rechtsanwälten wurde der Kontakt zu den
Eingekesselten verwehrt. Diese Maßnahmen der Polizei bewerte ein
Sprecher des Bündnisses als „offensichtlich rechtswidrig“.
Nach Auflösung der Demonstration zogen hunderte Demonstrant_innen
durch die Frankfurter Innenstadt. Dabei kam es erneut zu militanten
Aktionen gegen Büro- und Geschäftsgebäude, u. a. gegen den Frankfurter
Römer und die Arbeitsagentur.
Leo Schneider, Sprecher des M31-Bündnis, erklärte zur Demonstration:
“In Frankfurt wurde ein deutliches Zeichen gegen die aktuelle deutsche
und europäische Krisenpolitik gesetzt. Diese Krisenpolitik soll die
Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Kapitals auf dem Rücken der
Lohnabhängigen sanieren. Wegen ein paar kaputter Scheiben hat die
Polizei unsere Demonstration brutal angegriffen, dutzende
Demonstrant_innen verletzt und über zweihundert Menschen stundenlang
festgesetzt. Das ist angesichts der brutalen Auswirkungen der
Sparpolitik für die Menschen in Europa und weltweit absurd. Die
militanten Proteste richteten sich direkt gegen Institutionen, die für
neoliberale Krisenregulierung und verschärfte Ausbeutung stehen. Der
Angriff auf unsere Demonstration wird, wie die Reaktion vieler
Demonstrant_Innen gezeigt hat, unseren Widerstand nicht brechen“, so
Schneider abschließend.
-- 
Yoshie Furuhashi
<http://mrzine.org/>


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